BOAS bei der Französischen Bulldogge: Was hinter der Abkürzung steckt
Was BOAS bedeutet
BOAS steht für Brachyzephales Obstruktives Atemwegssyndrom, eine Sammelbezeichnung für die anatomischen Atemwegseinschränkungen, die bei kurznasigen Rassen wie der Französischen Bulldogge vorkommen können. Dazu gehören unter anderem verengte Nasenlöcher, ein verlängerter weicher Gaumen und mehr Gewebe im Rachenraum als bei langnasigen Hunden.
Wie sich BOAS im Alltag zeigt
Schnaufen und Grunzen sind bei der Rasse grundsätzlich typisch und meist kein Grund zur Sorge. Zeichen, die auf eine stärkere Ausprägung hindeuten können, sind lautes, angestrengtes Atemgeräusch auch in Ruhe, schnelles Ermüden bei geringer Anstrengung, Schwierigkeiten beim Schlafen mit hörbarem Schnarchen oder kurzes Aussetzen der Atmung, sowie Würgen oder Erbrechen nach Anstrengung oder Aufregung.
Was im Alltag hilft
Vermeidung von Übergewicht, da zusätzliches Gewicht die Symptome verschärfen kann, moderate statt intensive Bewegung, Geschirr statt Halsband und besondere Vorsicht bei Hitze sind die wichtigsten Stellschrauben, die Halter selbst beeinflussen können. Bei stärker ausgeprägten Symptomen kann der Tierarzt beurteilen, ob eine operative Korrektur einzelner anatomischer Engstellen sinnvoll ist.
Wann zum Tierarzt
Deutliche Atemgeräusche in Ruhe, wiederkehrendes Würgen, bläuliche oder graue Schleimhäute oder Kollaps nach Anstrengung sind Gründe für einen zeitnahen Tierarztbesuch, kein Fall für Abwarten.
Das Wichtigste in Kürze
- BOAS bezeichnet die anatomischen Atemwegseinschränkungen kurznasiger Rassen
- Leichtes Schnaufen ist normal, lautes Atemgeräusch in Ruhe oder Würgen nach Anstrengung sind Warnzeichen
- Gewichtskontrolle, moderate Bewegung und Geschirr statt Halsband helfen im Alltag am meisten
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